Einen gesunden Vogel erkennt
man an glatt anliegendem, lückenlosem Gefieder ohne Verfärbungen,
klaren, wachen Augen, aufmerksamem Blick, an Lebhaftigkeit und Temperament.
Die Bereiche rund um die Nasenlöcher und rund um die Kloake sind sauber,
trocken und nicht verklebt.
Der Kot eines gesunden Unzertrennlichen besteht aus einem grau-bräunliche,
geformten Anteil, dem eigentlichen Kot, und einem kleinen weißen Klecks,
dem Urin, der gleichzeitig mit dem Kot abgesetzt wird.
Schläft ein Vogel mehr
als üblicherweise, sitzt er aufgeplustert mit geschlossenen Augen auf der
Stange oder gar auf dem Boden, so können dies erste Krankheitsanzeichen
sein. Auch eine erschwerte Atmung, hängende Flügel oder Flugunlust
können Alarmzeichen sein. Verändert sich dieser Zustand nach einer
Weile der Beobachtung nicht oder kaum, so kann man sicher sein, dass irgendetwas
nicht stimmt. Ist der Kot anstatt geformt breiig oder verfärbt oder der
sonst weiße Urinanteil ist plötzlich klar und bildet einen großen
See, sind dies Anzeichen für eine Störung der Verdauung oder der Nierenfunktion.
Es ist nicht immer
leicht, erste Krankheitsanzeichen rechtzeitig zu entdecken, den jeder Vogel
ist bemüht, aus Angst vor Fressfeinden sein Unwohlsein so lange wie möglich
zu verbergen. Wenn wir als Mensch bemerken, dass etwas nicht stimmt, ist der
Vogel daher meist schon ernsthaft erkrankt. Es bleibt in dem Moment also keine
Zeit zu verlieren und es ist sofort ein vogelkundiger Tierarzt aufzusuchen.
Sollte es aus irgendeinem Grunde nicht möglich sein, sofort den Weg zum
Vogeldoktor anzutreten, kann man den Vogel vorab durch einige Erste-Hilfe-Maßnahmen
aus der Hausapotheke unterstützen: